Wie im letzten Teil versprochen, reiche ich mit Teil 7 ein paar Informationen zur Einrichtung des WHS2011 nach. Und gebe euch einen kurzen Überblick darüber, was man so alles anstellen kann (und da geht noch mehr).

Windows Home Server 2011 Dashboard
Der WHS zeigt im Dashboard eine Aufgabenliste an, die man Stück für Stück abarbeiten sollte. Der erste Schritt, das Einrichten der Update-Funktion, habe ich durch die Installation des WSUS und der Anbindung von Server und Clients direkt gelöst, also Haken ran. Die Serversicherung ist, als einziges, noch nicht mit einem grünen Haken versehen, weil ich mich noch nicht für ein USB3.0-Gehäuse entschieden habe, das dann meine Sicherungsplatte(n) beherbergen soll.

Windows Home Server 2011 Remotewebzugriff
Das Einrichten des Remotewebzugriffs hat mich anfangs mit einem Fragezeichen im Gesicht zurückgelassen, habe ich doch bereits über meine Fritz!Box 6360 einen DynDNS-Namen registriert und bin davon ausgegangen, diesen auch im WHS irgendwie registriert zu bekommen. Irrtum!
Ihr benötigt eine Windows Live-ID, um den Assistenten ausführen zu können; wenn ihr diesem folgt, registriert ihr eine URl in der Form meinname.homeserver.com, unter der der Server dann später erreichbar ist. Sofern auf eurem Router UPNP erlaubt ist (auch Änderungen, also Schreibrechte per UPNP), werden die benötigten Portfreigaben direkt eingerichtet.

Portfreigaben in der Fritz!Box
Wie ihr auf dem Screenshot sehen könnt, habe ich UPNP _nicht_ aktiv und kann auch nur davon abraten – lesend mag es noch ok sein, aber Änderungen an der Routerkonfig mache hier ausschliesslich ich und nicht jede dahergelaufene Software. Basta. Zumal sowieso nur die Ports 80 und 443 (also http und https) weitergeleitet werden, mehr ist nicht nötig, um den WHS von extern erreichbar zu machen. Die auf dem Screenshot meiner Fritz!Box zu sehenden, weiteren Freigaben habe ich für meinen hMailServer erstellt, dazu später mehr (wird wohl nen eigenen Beitrag füllen).
Nach dem Abschluss des Assis musste ich knappe 24 Stunden warten, bis https://meinname.homeserver.com auch wirklich erreichbar war. In Foren ist auch von 48 Stunden und mehr zu lesen, also keine Panik.

Windows Home Server 2011 Medieneinstellungen
Bleiben noch zwei Punkte, die Freigabeoptionen und die Medieneinstellungen (der unterste Punkt ist nur ein Info-Link), wobei die Medieneinstellungen recht einfach zu handlen sind: Aktivieren oder Deaktivieren.
Qualität einstellen (Videos werden, wenn nötig, on-the-fly transcodiert): hier hilft nur Ausprobieren, um die für euch brauchbaren Ergebnisse zu erzielen.

Medienbibliothek im Netz
Und zu guter letzt einen Namen angeben, unter dem die Medienbibliothek im Netz auftaucht, z.B. im Windows Media Player auf den Clients im Netz. Fertig. Alles kein Hexenwerk.
Etwas Gedanken muss man sich hingegen um den die Freigabeoptionen machen, denn hier lauert -in meinen Augen- eine kleine Falle: Windows 7 bringt ja die Heimnetzgruppe mit, mit deren Hilfe die Vernetzung von Windows 7 Rechnern quasi automatisch geschieht – und explizit _ohne_ die Freigabe noch steuern zu können.

Windows Home Server 2011 Freigabeoptionen
Im Klartext: Voller Zugriff für jeden Teilnehmer der Heimnetzgruppe auf alle in der Heimnetzgruppe freigegebenen Inhalte. Nicht das Szenario, das ich mir wünsche.
Ergo habe ich die empfohlene Einstellungen “Für Benutzerkonten freigeben” gewählt, da nur so die Möglichkeit besteht, Benutzern z.B. eine Art Homedrive einzurichten, auf den nur er selbst Zugriff hat.
Oder für alle anderen den Zugriff auf das MP3-Archiv auf “nur lesen” zu setzen.
Und irgendwie ist das hier schon wieder viel zu viel Text geworden, um die weiteren Schritte zur Ersteinrichtung hier noch mit hineinzupacken – das Einrichten von Usern und weitere Schritte werden wohl den oder gar die nächsten Teile füllen müssen.