Tags: sql
SQL2008: Service Pack 1 via slipstream integrieren
Ich erstelle gerade eine virtuelle Testumgebung, um diverse Schweinereien mit dem Microsoft SQL Server 2008 anzutesten (Berichte darüber folgen), als Serverbetriebssysteme kommen dabei ausschliesslich Windows Server 2008 R2 zum Einsatz.
Startet man auf einem R2 das SQL Server 2008 RTM Setup, wird man direkt mit einer Fehlermeldung konfrontiert, die auf "Kompatibilitätsprobleme" hinweist und daran erinnert, unverzüglich das Service Pack 1 einzuspielen.
Dank lokalem WSUS ist das hier nicht das grosse Problem, aber man kann es sich auch einfacher machen und das Service Pack 1 direkt in das Setup integrieren. Benötigt werden dafür logischerweise die DVD (oder das ISO) mit dem Original-Setup sowie die Service Pack Dateien für _jede_ Architektur in der _jeweiligen_ Sprache - ich beziehe mich hier _nur_ auf die deutsche Sprache, für jede weitere Sprache müssen die nachfolgende Schritte wiederholt werden!
KB970892: Installation schlägt fehl
Mit der letzten Update-Welle hat Microsoft auch ein Update für SQL Server 2005 SP3 veröffentlicht, das auf einem der XP-Clients hier im Netz hartnäckig und immer wieder fehlgeschlagen ist.
Die Suche nach dem KB-Artikel brachte mich erst in Verbindung mit der Fehlernummer 29528 auf die richtige Fährte:
http://support.microsoft.com/?scid=kb%3Ben-us%3B925976&x=6&y=8
Nach Abarbeiten des Artikels und dem Ersetzen der SIDs in der Registry liess sich das Hotfix dann auch problemlos installieren. Was war passiert?
Die Maschine wurde irgendwann mal geklont und dann umbenannt. Trotz der Verwendung von NewSID blieben die alten SIDs, die auf nicht mehr existente lokale Gruppen verwiesen, in der Registry bestehen.
BlackBerry BES: Aktivierungsprobleme
Ich hatte vor einigen Wochen unsere BES-Datenbank von SQL2000 nach SQL2005 migriert; selbe Maschine, neue Instanz. Kein grosses Ding, ist ja sehr gut dokumentiert.
Freitag vor einer Woche wollte ich nun einen neuen Bold in Betrieb nehmen, der sich aber ums Verplatzen nicht aktivieren lassen wollte: Erst klappte die Verschlüsselung nicht, weil die Berechtigungen des BESAdmin-Accounts auf einem meiner Exchange-Server flöten gegangen war. Nachdem dieser Fehler behoben war, kam der Bold beim Aktivierungsversuch nie über "Warten auf Dienste" hinaus.
Nach ungezählten Mails und Telefonaten, zuerst mit der Geschäftskunden-, dann mit der BlackBerry Premium-Hotline wurde genau diese Datenbankmigration als Ursache für den nicht aktivierbaren Bold ausfindig gemacht: Der Übeltäter ist das "Database Notification System" DBNS, das nach der Migration einmal de- und neu-installiert werden muss. Dieser KB-Artikel von RIM zeigt, wie die De-Installation funktioniert.
Zur Neu-Installation muss über den Query Analyzer das Skript NotifyInstall.sql ausgeführt werden, allerdings muss hier zuerst der Datenbankname im Skript selbst ergänzt werden - _DATABASENAME_ ist durch den echten Namen der BES-Datenbank zu ersetzen (in den meisten Fällen wohl BESMgmt).
Startet man danach die Dienste alle neu (Reihenfolge beachten!), lassen sich auch neue Geräte wieder am BES aktivieren.
Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt noch: Beim Anlegen neuer User im BES wird die Mailbox Agent ID nicht korrekt angezeigt, Abhilfe schafft hier der Neustart des Dispatcher-Service.
TeamViewer Manager: Datenbank migrieren
Wir setzen für Fernwartungszwecke TeamViewer ein und verwalten die Hosts per TeamViewer Manager in einer SQL-Datenbank. Nun soll unser SQL2000 in Rente geschickt und die Datenbank auf einen SQL2008 migriert werden - an sich sollte das ja kein Problem darstellen, dachte ich.
Also einfach die Datenbank auf dem alten Server gesichert und auf dem neuen wiederhergestellt, vorher noch den dafür verwendeten Benutzer auf dem neuen Server angelegt. Fehlanzeige, geht nicht. Eine entsprechende Anfrage an den Support von TeamViewer wurde wie folgt beantwortet:
[...]vielen Dank für ihre Nachricht.
Leider können wir ihnen an diesem Punkt nicht weiterhelfen. Wir können ihnen nur Support geben, um eine Verbindung zwischen dem TVManager und der SQl Datenbank herzustellen.
Wenn sie eine bestehende SQL Datenbank auf ein neues System emigireren wollen, bitte ich sie, sich an den Mircosoft SQL Support zu wenden.[...]
Da ich mich damit nicht zufrieden geben wollte und mich sicherlich nicht an Microsoft wenden werde, habe ich einfach mal ein bisschen gespielt - die Lösung ist so einfach, das man es gar nicht glauben kann: Den TeamViewer Manager öffnen, Extras aufrufen => Einstellungen => Registerkarte "Datenbank" auswählen. Der Screenshot spricht -denke ich- für sich selbst:
Mit dem Klick auf OK ist die Migration dann auch schon erledigt - vorrausgesetzt, man hat den neuen Server entsprechend konfiguriert, also die Mixed-Mode Authentifizierung angeschaltet und TCP/IP _und_ NamedPipes erlaubt etc. Aber das steht ja nun alles im Handbuch. ;-)
Schade nur, das der Support des Herstellers sich mit dem eigenen Produkt so wenig auskennt.
Updates, Updates, Updates!
Microsoft hat letzte Nacht ausserplanmässig eine ganze Reihe Patches und ServicePacks von der Leine gelassen: Ganze 37 neue und 9 überarbeitete Updates lt. meinem WSUS-Server. Zu den neuen Udpates gehören u.a.:
- ServicePack 2 für Office 2007
- ServicePack 2 für Office Server 2007 und Sharepoint Servives 3.0
- ServicePack 1 für SQL Server 2008
Desweiteren wurde ein Systemupdate-Vorbereitungstool zur Verfügung gestellt, das Vista und Server 2008 auf das bereits fertiggestellte Service Pack 2 vorbereiten soll.
SQL Server 2008 Service Pack 1 verfügbar
Microsoft hat das Service Pack 1 für den SQL Server 2008 fertiggestellt. Killerfeature: Slipstreaming möglich, also die Integration des Service Pack 1 in die Installation.
Liste der Probleme, die von SQL Server 2008 Service Pack 1 behoben werden
[via]
SQL 2008 Wartungsplan, Teil 2
Ich hatte ja bereits über den Wartungsplan von SQL Server 2008 geschrieben, das Sichern der Datenbanken funktioniert damit prima - und ballert mir mein NAS-System voll, weil trotz "Wartungscleanup" die Sicherungen älter 1 Woche _nicht_ gelöscht werdenwurden.
Nach einigen Experimenten war die Lösung dieses Problems absolut banal, ich musste grad mal herzhaft lachen. Schaut euch einfach mal das Bild an:
Als alter Windows-Hammel gebe ich in Feldern, die nach einer Dateierweiterung fragen, _immmer_ den Punkt vor der Erweiterung mit ein, dort stand also .bak.
Lässt man schlicht den Punkt weg und ändert das auf bak funktioniert auch das automatisierte Löschen der alten Sicherung. ;-)
